Was macht eigentlich eine Stampin‘ Up! Demonstratorin?

stampin up demonstratorin
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Die Tätigkeit als Stampin‘ Up! Demonstratorin beinhaltet mehr als Basteln und Kaffee trinken.
Foto: stockbroker / 123RF Stock Foto

Sie bastelt den ganzen Tag, trinkt vielleicht ab und zu einen Kaffee und fährt abends zu einer Stempelparty – wo sie noch mehr bastelt. So stellen sich wohl viele den typischen Arbeitsalltag einer Stampin‘ Up! Demonstratorin vor. Aber entspricht dieses Bild eigentlich der Wahrheit? Ich bringe heute Licht ins Dunkel und rede Tacheles!

Auf die Frage „Was macht eigentlich eine Stampin‘ Up! Demonstratorin?“ gibt es, wie meistens, nicht die pauschale Antwort. Die Eine gibt lieber Stempelpartys, die Andere sieht ihren Erfolg eher online – und das ist vollkommen in Ordnung! Nicht jede Stampin‘ Up! Demonstratorin muss bloggen, und auch nicht jede muss Workshops anbieten. Aber erst mal der Reihe nach.

Typische Tätigkeiten einer Stampin‘ Up! Demonstratorin

Optional: Stempelpartys geben
Einen netten Abend, mit Freunden, Bekannten oder völlig Fremden verbringen – alle basteln gemeinsam und haben Spaß und danach kann geshoppt werden. Ich wage zu behaupten, dass keine Stempelparty der anderen gleicht: Manche Demos basteln mit allen gemeinsam das gleiche Projekt, manche geben einfach nur Tipps und lassen den Dingen ihren Lauf. Manche nehmen für die Stempelpartys eine Materialgebühr, manche nicht. Ich persönlich würde gerne ab und zu mal eine Stempelparty machen, aber es hat sich bisher einfach nicht ergeben. Kein Problem für mich – denn es ist meine freie Entscheidung, ob ich Stempelpartys mache oder nicht. Niemand macht mir Druck. Entweder kommt irgendwann jemand und fragt mich danach, oder … – du hast es schon verstanden

Optional: Workshops geben
Die Begrifflichkeiten sind nicht klar geregelt – manche Demos nennen auch die Stempelpartys Workshops. Ich nenne das Workshop, was ich bei mir zu Hause anbiete: Alle basteln das gleiche Projekt in kleiner Runde, dafür bezahlt man eine Gebühr und gut. Man lernt neue Techniken, hat Spaß gemeinsam, trinkt einen Kaffee zusammen (oder einen Wein, hehe). Nicht mehr, nicht weniger. Es wird kein Katalog gewälzt (außer man möchte gern) und es gibt keine Produktvorführung oder ähnliches. Naja, natürlich erkläre ich die Produkte, dafür ist der Workshop schließlich da Manche Stampin‘ Up! Demonstratorinnen bieten Workshops bei sich zu Hause an, andere nicht. Manche nehmen dafür Geld, manche nicht. Du siehst worauf das hinausläuft Übrigens: Sowohl bei Stempelpartys, als auch bei Workshops gehören auch Vor- und Nachbereitung dazu! Die Demonstratorin muss sich vorher Projekte und/oder Techniken überlegen, die sie den Gästen zeigen möchte. Und hinterher Bestellungen am PC bearbeiten (Stempelparty) bzw. wenigstens alles aufräumen (Workshop). Finden Stempelpartys außerhalb statt, muss auch das ganze Bastelzeug zusammengepackt und organisiert werden, das Material muss abgezählt werden … usw.

mit basteln geld verdienen

Eine Stampin‘ Up! Demonstratorin verdient mit Basteln Geld. / Foto: stempelkatz.de

Wäre sinnvoll: Ganz viel basteln
Selbstverständlich gehört das Basteln an sich auch zu einer der Tätigkeiten einer Stampin‘ Up! Demonstratorin. Es gibt total produktive Demos (was man an unzähligen Bildern in einem einzigen Blogartikel manchmal sieht, alle Achtung, davor habe ich echt Respekt, meine Damen!), und es gibt diejenigen, die nicht so oft basteln – wo dann aber am Ende ein richtiger Knaller rauskommt! Und dann gibt’s die wie mich – die nicht so oft basteln und noch viel lernen müssen Aber hey, das ist ok für mich! Ich habe Spaß dabei und dazu gehört auch, dass ich mich nicht hinsetze, weil ich „muss“ – sondern nur wenn ich richtig Lust dazu habe kreativ zu sein. Alles andere würde in meinen Augen nur wenig Sinn machen. Und wer jeden Tag Lust hat zu basteln, der bastelt eben jeden Tag – so einfach ist das!

Unerlässlich: Buchhaltung (BuHa, auch Papierkram genannt)
Ein von vielen Kunden völlig unterschätztes Thema! Wer als Stampin‘ Up! Demonstratorin tätig ist, muss sich auch um Buchhaltung kümmern – egal ob der Demo-Job als Haupt- oder Nebenberuf fungiert. Der wichtigste und zeitraubendste Aspekt ist hier aus meiner Sicht das Schreiben von Rechnungen. (Ich persönlich war bisher zu geizig mir eine BuHa-Software zu kaufen, aber vielleicht hole ich das noch nach, sobald ich mehr verkaufe. Weil irgendwann artet das Ganze richtig in Arbeit aus, das muss man zugeben. Ich mach’s zwar gern, warte aber manchmal zu lange damit – und das kann zu Verwirrung führen. Deshalb sollte man diese Dinge lieber gleich erledigen.) Übrigens gehört auch das Führen von Listen der Einnahmen und Ausgaben zur Buchhaltung.

Ohne geht’s nicht: Kundenservice
Eine Kundin fragt per eMail an, ob es die Stanze ABCXYZ noch gibt – eine andere ruft an und möchte ein Stempelset umtauschen. Fragen beantworten, auch mal einen Umtausch oder eine Reklamation bearbeiten – all das fasse ich unter Kundenservice zusammen. Hierzu gehört meines Erachtens auch der Versand von Katalogen – es sei denn man hat nur Kunden „vor Ort“, denen man den neusten Katalog direkt in die Hand drücken kann. Außerdem muss eine Stampin‘ Up! Demonstratorin auch Bestellungen am PC eingeben und Pakete packen und zur Post bringen (wenn sie auch Kunden weiter weg hat).

Für Vorbildliche: Sich auf dem neusten Stand halten
Ja, das gehört definitiv dazu! „Die perfekte Stampin‘ Up! Demonstratorin“ schaut wenigstens einmal am Tag in den Login-Bereich für Demonstratorinnen auf der Stampin‘ Up! Website, um sich über neue Angebote, Produkte oder Aktionen informieren, ebenso wie über den aktuellen Lieferstatus der Produkte. Es sei denn sie pfeift auf Kundenservice Ich schaue dort sehr gerne rein – es gibt eigentlich immer etwas Neues zu entdecken.

Für Streber: An Veranstaltungen und Meetings teilnehmen
Es gibt Veranstaltungen direkt von Stampin‘ Up!, an denen man als Demonstratorin teilnehmen kann – nicht muss. Und wenn man eine tolle „Stempelmama“ hat, bietet diese vielleicht auch regelmäßige Teamtreffen an. Idealerweise sollte man übrigens mit der Stempelmama vorher absprechen, ob diese Teammeetings anbietet oder nicht – und vor allem ob sie Wert darauf legt, dass man daran teilnimmt. So können von vorne herein Unstimmigkeiten ausgeschlossen werden Steigt man selbst irgendwann zur Stempelmama auf, kann man auch wieder selbst entscheiden, ob man Teammeetings anbietet.

Für Onliner: Bloggen
Muss man als Stampin‘ Up! Demonstratorin eigentlich bloggen? Nein, definitiv nicht! Wenn man Lust dazu hat und entweder a) super Bilder liefern oder b) super schreiben oder c) beides gleichzeitig kann, sollte man es aber tun Zum einen macht es großen Spaß und zum anderen kann es über lange (!) Sicht Kunden bringen. Dann darf man allerdings

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Blog einer Stampin‘ Up! Demonstratorin: stempelkatz.de / Screenshot: stempelkatz.de

auch nicht vor dem Versand von Katalogen und dem Umverpacken und Verschicken von Produkten zurückschrecken. Von Seiten Stampin‘ Up! gibt es hier jedenfalls keinerlei Druck. Und es gibt auch viele Demos, die nicht bloggen und trotzdem ihr Auskommen haben

Ich persönlich kann bereits nach einem halb Jahr Stampin‘ Up! behaupten, dass ich ohne Blog noch nicht da wäre, wo ich jetzt bin – allerdings verbringe ich auch viel Zeit mit dem Bloggen (vor allem das Fotografieren und die Bildbearbeitung sind meine Zeitfresser, hehe). So, das sind sie – die wichtigsten Tätigkeiten einer Stampin‘ Up! Demonstratorin, geschrieben, bewertet und beurteilt von mir, der Stempelkatz

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Vielleicht beantworte ich deine Frage in einem meiner nächsten Beiträge in meiner neuen Kategorie „Demo-Alltag“

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